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Letzte Woche habe ich den ersten Punkt meiner Outdoor To-do-Liste 2010 in Angriff genommen. Ich bin ein Teilstück des Rothaarsteigs gelaufen. Startpunkt war der nördliche Anfang des Rothaarsteigs in Brilon. Wer mit dem Auto anreist, dem empfehle ich, das Auto auf dem Parkplatz an der Krummenstraße abzustellen. Der Parkplatz liegt in der Nähe des Markplatzes und ist im Gegensatz zu den meisten anderen Parkplätzen im Zentrum kostenlos und man kann unbegrenzte Zeit parken.

Vom Startpunkt des Rothaarsteigs am Marktplatz in Brilon führte die Tour zunächst durch das Naturschutzgebiet Drübel und an der Möhnequelle vorbei zu Borbergs Kirchhof. Diese frühmittelalterlichen Ringwallanlage befindet sich auf 629 m Höhe und ist Schauplatz einer 2.000-jährigen Siedlungsgeschichte. Die ältesten Erdwälle stammen nach dem Befund mehrfacher Spatenforschung aus der Zeit um Christi Geburt. Im Nordwesten des Borbergs Kirchhofs brachten Grabungen die Fundamente einer kleinen Kirche aus dem 12. Jahrhundert zu Tage. Im Umfeld fanden sich 16 Gräber, welche die überlieferte Bezeichnung „Borbergs Kirchhof“ erklären. Am höchsten Punkt des Borbergs findet man eine Marienkapelle, die 1924 errichtet wurde. Das verweilen und erkunden dieses geschichtsträchtigen Ortes lohnt sich!

Von Borbergs Kirchhof ging es den Rothaarsteig weiter in Richtung Bruchhausen, vorbei an vom Sturm Kyrill gezeichneten kahlen Abschnitten und Bergkuppen und über die ca. 1,6 km lange Ginsterkopf-Klettervariante. Dieser Abschnitt erfordert ein wenig mehr Kondition und ist gerade bei feuchten Wetter nur etwas für geübte Wanderer mit festen Schuhwerk zu bewältigen. Die Strapazen werden aber mit einem schönen Panoramablick belohnt. 

Danach ging es weiter Richtung Bruchhauser Steine, die sich schon von weiten sichtbar aus dem Wald erheben. Einen Abstecher vom Rothaarsteig zu den Bruchhauser Steinen ist ein muss und war der krönende Abschluss meiner Tour. Denn die vier Bruchhauser Steine sind nicht nur ein großartiges Naturdenkmal sondern auch ein eindrucksvolles Kulturdenkmal, da sich zu Füßen der Bruchhauser Steine die Überreste einer vorgeschichtlichen Fluchtburg befindet. Diese diente auch als Kult- und Ritualstätte und ist die älteste ihrer Art in Westfalen.

Die Bruchhauser Steine liegen  in der Obhut der Stiftung Bruchhauser Steine, diese sichert das Naturschutzgebiet und das Boden- und Kulturdenkmal Bruchhauser Steine als Archäologisches Reservat. Durch das Naturschutzgebiets führt ein schöner Rundweg. Den Gipfel des Feldsteins kann man über eine gesicherte Aufstiegsanlage besteigen. Vom Gipfel hat man eine atemberaubende Aussicht über weite Teile des Sauerlandes.

Nach diesem Abstecher ging es ca. 1 km weiter Richtung Bruchhausen und dann mit dem Regionalbus R 31 und dem Schnellbus S 30 zurück nach Brilon.

Fazit: Das erste Teilstück des Rothaarsteigs hat mir gut gefallen und macht Lust auf mehr. Der Weg ist gut ausgeschildert und es gibt schöne Abschnitte und tolle Aussichten. Die einzelnen Erlebnisstationen sind interessant und laden zum verweilen ein.

Damit ist der erste Punkt meiner Outdoor To-do-Liste 2010 ist abgehakt!

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