Gestern war der Streisand-Effekt wieder gut zu beobachten: Dem Duisburger Blog Xtranews ist mit einer Einstweiligen Verfügung verboten worden, interne Dokumente zur Loveparade zu veröffentlichen, weil diese das Urheberrecht der Stadt Duisburg verletzen würden.
Dies hatte natürlich zur Folge, dass die Dokumente an vielen anderen Stellen im Internet aufgetaucht sind (z.B. bei netzpolitik.org) und dadurch noch bekannter wurden. Daneben haben viele andere Medien das Thema aufgegriffen und so erst recht einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Durch die Einstweilige Verfügung hat die Stadt Duisburg also genau das Gegenteil von dem erreicht, was sie bewirken wollte.
Dies hat wieder einmal gezeigt, dass der Streisand-Effekt wirklich funktioniert. Denn der Streisand-Effekt beschreibt ein Phänomen des Internets: Wenn jemand versucht, eine bisher relativ unbekannte Information durch Abmahnung, Unterlassungserklärung oder anderweitigem juristischen Druck zu entfernen, wird diese nur noch viel weiter verbreitet und dadurch noch bekannter.
Mir ist es ein Rätsel, wie die Stadt Duisburg bzw. Adolf Sauerland auch nur im entferntesten daran geglaubt haben könnten, dass mit der Einstweiligen Verfügung die unliebsamen Informationen aus dem Internet entfernt werden. Dieser Versuch konnte nur scheitern. Das haben viele andere Beispiele schon gezeigt. Adolf Sauerland hat sich mit diesem Schritt keinen Gefallen getan und die Diskussion um seine Person nur noch mehr an geheizt.
Was dich auch interessieren könnte
Und wenn dir dieser Eintrag gefallen hat, kannst du mir helfen, ihn bekannt zu machen: Erzähle anderen davon und abonniere die Einträge! Danke dafür.
Facebook
Eintrag tweeten
Mr. Wong
Einträge abonnieren