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Foto: Fred Cavazza

Sachar Kriwoj hat auf seinem Blog Massenpublikum einen Artikel mit dem Titel “Don’t call it Social Media” geschrieben, dem ich voll und ganz zustimme und der mich zu diesem Artikel inspiriert hat. In dem Artikel von Sachar geht es darum, dass zwar viele Unternehmen Social Media machen, aber die Verantwortlichen meist als Privatpersonen nicht im Social Web aktiv sind und daher nie verstehen werden, was es eigentlich bedeutet. Und das ist auch bei vielen Diskussionen über Social Media das Problem.

Sachar Kriwoj zitiert in seinem Artikel Robert Basic, der auf einer Veranstaltung einen Satz gesagt hat, der so wahr ist, dass er wirklich in jedes Kommunikations-Lehrbuch gehört:

„Ihr werdet diese Welt niemals verstehen, wenn Ihr nicht auf  Twitter und Facebook seid.“

Dieser Satz trifft es ziemlich genau und ich mache diese Erfahrung auch immer wieder. Bei beruflichen oder privaten Gesprächen über den Sinn und Nutzen von Social Media, diskutiere ich oft mit Leute, die persönlich nicht bei Facebook, Twitter und Co. aktiv sind. In solchen Diskussionen fällt dann früher oder später immer mindestens einer dieser Sätze:

“Was interessieren mich die Belanglosigkeiten anderer Leute?”

“Social Media ist nur ein Trend.”

“Second Life spielt jetzt auch keine Rolle mehr.”

Mit diesen Aussagen disqualifiziert sich sofort jeder Gesprächpartner und es erübrigt sich jede weitere Diskussion. Denn man kann nicht mit jemanden über etwas diskutieren, was er selbst nie ausprobiert hat und offensichtlich nicht weiß, dass Social Media weitaus mehr ist. Solche Diskussionen sind einfach nur anstrengend.

Man muss Social Media selbst ausprobieren, um es zu verstehen. Erst recht, wenn man Social Media auch im Unternehmen erfolgreich einsetzen möchte. Außerdem geht es bei dem Einsatz von Social Media im beruflichen Umfeld darum, ob man mit diskutieren möchte, wenn die Online-Welt über die eigenen Produkte oder Dienstleistungen in Blogs oder bei Facebook, Twitter, Xing  & Co. diskutiert. Denn die Leute diskutieren auch, ohne das man selbst Social Media macht – man kriegt es nur nicht mit.

Es geht auch darum, welche Medien die Zielgruppe nutzt und nicht, ob man diese Medien selbst gut findet. Tatsache ist, die Nutzergemeinde von Social Media wächst täglich und viele Unternehmen wissen diese neue Art der Kommunikation mit den Kunden geschickt für sich zu nutzen. Dafür gibt mittlerweile viele erfolgreiche Beispiele. 

Facebook hat in Deutschland ca. 10 Millionen aktive Nutzer, weltweit sind es  sogar 500 Millionen. Und Twitter hat ca. 2,9 Millionen Nutzer in Deutschland. Da kann man wirklich nicht mehr von einem Trend reden.

Also, probiert Social Media aus, um es wirklich zu verstehen. Danach können wir gerne über den Sinn und Nutzen diskutieren.

Foto: Fred Cavazza

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